"Da ist noch etwas. Und es trägt mich."
In einem Festgottesdienst am 3. Mai schauten die Konfirmandinnen und Konfirmanden der 6er-Jahrgänge, beginnend ab 1966, gemeinsam zurück, trafen Mitkonfirmanden und empfingen Gottes Segen für die Zukunft.
Manchmal, überlegte Pfarrer Fischer in der Predigt, erleben Menschen in Liedern, Erinnerungen oder besonderen Momenten etwas, das über Gefühle hinausgehe – eine Ahnung davon, dass Gott da sei und mitgehe. Anhand einer (erfundenen) Geschichte vom „Sepp“ und dem Predigttext der Tempelweihe (2. Chr 5,2-14) zeigte der Pfarrer: Gottes Gegenwart könne Menschen tragen, selbst wenn der Glaube leiser geworden sei. Seine Einladung: Solche Momente ernst zu nehmen und dem Gedanken Raum zu geben: „Da ist noch etwas. Und es trägt mich.“
Auf einen Burger mit Gott
Ein Burger auf dem Altar, Jugendliche mit Taufkerzen in der Hand und eine voll besetzte Auferstehungskirche: Die Konfirmation war alles andere als gewöhnlich. Ronja Heckel, Lars Niederdräing, Alina Schmidt, Fynn Schmidt und Felix Wölke wurden am 10. Mai von Pfarrer Philipp A. Fischer konfirmiert.
Unter den Klängen des Posaunenchors unter Leitung von Julia Forster sowie des Organisten Jonas Fuchs zogen die Jugendlichen ein—und wurden von einem gedeckten Tisch überrascht. Hamburgerzutaten standen bereit; später belegten sie ihren „perfekten“ Burger selbst—und aßen ihn während der Predigt.
Ausgangspunkt war der Vers aus Psalm 23: „Du deckst mir den Tisch.“ Fischer verglich den Glauben mit einem Besuch in einem Restaurant, genauer: Gottes Burger-Restaurant: „Gott deckt dir den Tisch. Du bist eingeladen—heute und jeden Tag. Du darfst kommen, wie du bist. Und bezahlt hat schon jemand für dich: Jesus. Der Tisch ist gedeckt. Dein Platz ist frei. Nimm Platz!“
Dabei ging es auch um Zweifel, unterschiedliche Zugänge zum Glauben und die Erfahrung, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg mit Gott finden müsse. Die Konfirmation sei kein „fertiger Glaube“, sondern die Entscheidung, „sich an Gottes Tisch zu setzen und es auszuprobieren“.
Jeder Gottesdienstbesucher erhielt einen kleinen Gummibärchen-Burger als Erinnerung und Einladung, sich immer wieder an diesen gedeckten Tisch zu setzen.
Hier die Predigt von Pfarrer Fischer zum Anhören:
