Verabschiedung von Pfarrer Dr. Harald Knobloch

Fünfeinhalb Jahre wirkte Dr. Harald Knobloch als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde und hat viele Akzente gesetzt. In einer glanzvollen Abschiedsfeier bedankten sich Gemeinde und Ehrengäste bei dem engagierten,  immer freundlichen Geistlichen.

Goldene Engel und große Sträuße aus Pfingstrosen und weißen Schneebällen empfingen die Gäste am Eingang und auch am Altar zum Abschiedsgottesdienst. Pfarrer Dr. Harald Knobloch zog zu den Klängen des Posaunenchors mit Dekan Karlhermann Schötz und den evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern des Dekanats sowie dem Kirchenvorstand in die voll besetzte Auferstehungskirche ein. Die Predigt stand unter dem Bibelspruch „Gott ist die Liebe“. Was ist der Pulsschlag des Glaubens?, war die anfängliche Frage.  Dabei sollten nicht die Mängel und Defizite der Kirche im Blickfeld stehen, sondern die Erfolge. Damit spannte Dr. Knobloch den Bogen zur evangelischen Gemeinde vor Ort. Er habe hier einen großen Reichtum erfahren, als er als aktiver Theologe mit Lust und Kraft seinen Dienst angetreten hatte. Seiner Erfahrung nach haben sich die Gläubigen auf Gottes tröstendes und ermutigendes Wort ansprechen lassen und so wurde gemeinsam Kirche gestaltet und Gemeinde gebaut. Er ging auf die Arbeit im Kirchenvorstand ein, ließ die „Ökumene auf Augenhöhe“ mit Dekan Alfons Kaufmann Revue passieren und betonte die Harmonie im Team der Kolleginnen und Kollegen im Pfarrkapitel. Dekan Schötz nahm die offizielle Verabschiedung und Entpflichtung des Geistlichen vor, er segnete auch Katharina Kögel und die kleine Sophia, für die er ein Engelchen überreichte. Er dankte Dr. Knobloch, der sich mit ganzer Kraft hier eingesetzt hat. „Sie haben viele Tulpenzwiebeln gesteckt, konkret und im übertragenen Sinn“, betonte er, und dies spüre man beim Besuch der Gemeinde. Für die musikalische  Gestaltung sorgten der Chor „Friends of God“, den Pfarrer Knobloch leitete, sowie Karl Völkel an der Orgel und der Posaunenchor, der mit dem Choral „Highland Cathedral“ den krönenden Abschluss des ergreifenden Gottesdienstes setzte. Vertrauensmann Udo Weiß leitete zu den Grußworten über, indem er den Besuch der zahlreichen Ehrengäste als Wertschätzung für Pfarrer Knobloch bezeichnete, die ihn wegen seiner offenen und freundlichen Art ins Herz geschlossen haben. Landrat Thomas Ebeling erinnerte an viele Begegnungen und fruchtbare Gespräche mit dem Geistlichen und überreichte eine Spende für das Kirchendach. Bürgermeister Heinz Weigl, der auch im Namen der Bürgermeisterkollegen sprach, dankte  dem „überaus engagierten, sympathischen und musikalischen Seelsorger“ und wünschte viel Kraft und eine glückliche Hand. „Sie haben Schule mit geprägt“, betonte Rektor Rudolf Teplitzky. Die enormen Herausforderungen als Pfarrer in der Diaspora wurden mit Elan angegangen. Pfarrer Knobloch habe stets daran gearbeitet, Ideen zur Frohen Botschaft umzusetzen und Menschen zu motivieren. Dekan Alfons Kaufmann erinnerte an gemeinsame Bibelabende, die ergreifend und bereichernd waren. Er wünschte „dass die Zeit  in Oberviechtach als schönes Stück Wegstrecke in Erinnerung bleibt.“ Mit einer brüderlichen Umarmung, die mit viel Applaus gewürdigt wurde, bedankte er sich. Zur Überraschung aller bat Paula Klepser im Namen der jungen Gläubigen um ein Grußwort. „Sie haben uns die Freude an Gott weitergegeben!“, hob sie hervor. Die Mitglieder des „Jugend-Teams“ bedauern den Weggang sehr, aber „wir befolgen Ihren Rat, arbeiten in Ihrem Sinne weiter und geben Ihre Freude an andere Menschen weiter“. Abschließend dankte Pfarrer Knobloch allen Beteiligten und lud in den Gemeindesaal ein. Bei Buffet, Getränken, Kaffee und Kuchen gab es gute Gespräche.

Extra:

Vertrauensmann Udo Weiß dankte Pfarrer Dr. Knobloch und gab einen kurzen Abriss über sein Wirken in Oberviechtach. Meilensteine waren Aktionen wie 50-jähriges Jubiläum der Auferstehungskirche, Lutherbildaktion, Ordination und Hochzeit. Hervorzuheben ist der „besondere Draht“  zu den Jugendlichen, der sich in der beständigen Mitarbeit der Jugendlichen widerspiegelt. Eine Ehre war die Wahl zur Landessynode. Pfarrer Knobloch übernahm die Leitung des Gemeindechors und führte ihn zu neuer Blüte. Er ist ein genialer Prediger und belebte die Ökumene nicht zuletzt durch sein gutes Verhältnis zu Dekan Kaufmann. Auch gelang es ihm, die Gemeinde zu entschulden und die Renovierung des Kirchendaches bestens vorzubereiten. (Weiß)

 Bild:

Dekan Karlhermann Schötz nahm die offizielle Verabschiedung vor und segnete ihn und seine Familie.